Sonntag, 8. März 2015

5 Dinge, die...

... man für Klassenfahrten beachten sollte

Ein paar Tipps zu meinen letzten beiden Einträge, damit alle Diabetikerkinder ALLEINE auf Fahrten dürfen:

1) Für's Ausland: Die richtigen Vokabeln sollten sitzen, damit meine ich nicht, die die man in der Schule lernt, sondern eher diese wie: Diabetes, Insulin, Zucker, Unterzucker, Essen...

2) Absprache mit Lehrern (und Gasteltern):  Einfach vorher (Kind und Eltern) zu den Lehrern, (die das dann mit den Gasteltern absprechen) diese aufklären und die Notfallspritze zeigen und natürlich ausmachen, ob die Lehrer diese spritzen würden oder nicht...

3) Mitnehmliste schreiben: Wenn man was vergisst, wird's doof, also einfach vorher eine Packliste schreiben, damit alles Wichtige nicht vergessen wird.

4) Regeln zwischen Eltern und Kind: Das gilt jetzt für jegliche Ausflüge, die länger dauern: z.B eine zwischen mir und meiner Mutter ist, ich schicke ihr jeden Tage eine Nachricht, dass es mir gut geht und alles passt (wenn ich denn etwas länger weg bin). Zu diesen Regeln gehört natürlich Vertrauen, schließlich kann man die für alles machen (Alkoholkonsum und dergleichen)...

5) Handyerlaubnis: Eigentlich sollte dies kein Problem sein, aber sollte vielleicht trotzdem besprochen werden. Auf Klassenfahrten werden Handys ja gar nicht gerne gesehen, aber für "Kranke" sollte da schon eine Ausnahme gemacht werden, vor allem wenn es solche Regeln wie jeden Tag Nachrichten gibt...


Sonntag, 1. März 2015

Klassenfahrten...

...mit dem Zuckermonster (2)


Der zweite Teil für die Eltern der ganz süßen Kinder, ich erzähl euch heute ein bisschen von meinem Schüleraustausch nach Frankreich. Hier hatte ich meinen Liebsten gerade 1 Jahr und 2 Monate an der Backe, die Remissionphase und damit die schönen Werte waren vorbei... Ich hatte also keine absolute Kontrolle über meinen Diabetes und wer die Hosen in unserer Beziehung anhatte war zu diesem Zeitpunkt auch nicht ganz klar. 
Trotzdem ließen mich meine Eltern mitfahren, ich war nicht alleine in einer Gastfamilie, sondern mit einem anderen Mädchen, den unsere Austauschpartner waren Zwillinge, was für mich schon erleichternd war. Naja, also alles war für die eine Woche gepackt, Ersatzinsulin, Ersatzmessgerät und sonstiges Zubehör auch. Dann ging's los: 8 Stunden Busfahrt, glücklicherweise alle 2-3 Stunden Pause, in denen ich dann Insulin spritzen konnte :). Alles lief super und meine Lehrer waren natürlich auch informiert. 
Bis Tag 5 hatte ich so gut wie nie Unterzuckerungen und mein Diabetes überließ ausnahmsweise mal mir die Kontrolle... An dem Tag waren wir bei Freunden von unseren Austauschpartnern, außer mir waren noch 4-5 andere deutsche Mädchen dort. Ausgerechnet an dem Tag hab ich meinen Traubenzucker vergessen und ausgerechnet dann musste ER mich ärgern und mir einen Unterzucker unterschieben.... Jaja, also sind wir erstmal runter und mussten den Gasteltern erklären, dass ich Diabetes hab und jetzt unbedingt was essen muss. Leider sprechen die Franzosen "Diabetes" anders aus und haben erstmal gar nichts verstanden *nerv-in-Unterzucker-Zustand-schon-leicht-agressiv*. Aber dann als ich sagte, dass ich eine Krankheit habe und zu wenig Zucker habe, verstanden sie, dass es sich um Diabetes handelt :). Damit räumten sie ihren gesamten Kühlschrank für mich aus und sagten leicht panisch: Ess alles was du willst! :D 
Alles lief sonst immer super, man muss einfach nur mit den Lehrern reden und ihnen sagen, wann man was braucht... Die können das ja nicht riechen :). 

Nächste Woche schreib ich mal ein paar Tipps zusammen, für alle möglich Ausflüge, wo Eltern NICHT mitkommen sollen :) Dann sollten alle überzeugt sein, dass das alles möglich ist!

Sonntag, 22. Februar 2015

Klassenfahrten...

... mit dem Zuckermonster


Dieser Eintrag ist an alle Eltern von Diabetikern die noch zur Schule gehen gerichtet und natürlich auch an sie selber. Ich habe "schon" 2 Klassenfahrten mit meinem treuen Begleiter hinter mir: Das Skilager in der 7. Klasse (ich hatte meinen Diabetes da gerade mal 3 1/2 Monate) und den Frankreichaustausch (nach 1 Jahr Diabeteskarriere). 

Viele Eltern wollen ihre zuckersüßen Kinder nicht mit fahren lassen oder fahren sogar mit, was ich total peinlich und doof finden würde (und ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Eltern und sie sind mir nicht peinlich). Auch auf Diabetes-Kids kann man im Forum viele Fragen zu dem Thema finden... Ich verstehe, dass man sich Sorgen macht, aber jeder hat doch Freunde, ich habe meine Freundinnen eben darüber aufgeklärt und ihnen gesagt, was in verschiedenen Situationen zu tun wäre. Zudem sind ja auch immer Lehrer dabei, die sich leider auch sehr viele Sorgen machten, aber dennoch durfte ich mit!

Im Skilager war ich ja noch gaaaanz frisch in der Diabeteskarriere und hatte noch nicht so viel Erfahrung... Meine Mutter ließ mich trotzdem alleine mitfahren und darüber war ich natürlich sehr froh :), vorher gab es ein Gespräch mit meinem Diabetologen und wir haben uns drauf geeinigt, dass mein Zielbereich nicht 100 ist sondern 160. Im Skilager lief alles glatt und ich hatte keine Unterzuckerungen (zumindest keine ernsthaften ;)). Morgens fuhren wir immer nach dem Frühstück mit dem Bus ins Skigebiet und sind bis Mittag gefahren, dann hab ich Blutzucker gemessen (damals hatte ich noch so "Perfekto-Streber-Super-Werte" :D), wenn er gut war, was er ja dann meist war, hab ich einfach gegessen ohne zu spritzen. Außer es waren solche Gerichte wie Dampfnudeln, die eben sehr viele BE's haben. Dann am Spätnachmittag als wir wieder in die Unterkunft zurück sind, war mein Blutzucker bei maximal 200 und das war ja schon fast der Zielbereich ;). 


Über den Austausch nach Frankreich erfahrt ihr nächste Woche mehr :)).

Dienstag, 17. Februar 2015

5 Dinge, die...

... den Blutzucker verändern


Jeder Diabetiker kennt's, in verschiedenen Situationen verändert sich der Blutzucker (schlagartig). Ich möchte euch mal ein paar Situationen von mir erzählen...

1. Stress Nr. 1

Nr 1, deshalb, weil, es 2 Arten von Stress gibt. Die erste Art ist der "stressige" Stress, bei dem der Blutzucker steigt. Zum Beispiel Schulaufgaben oder irgendwelche anderen Tests die mir keinen Spaß machen... Aber das kennt glaub ich jeder.

2. Stress Nr. 2

Nummer 2 von Stress ist der "spaßige" Stress, bei mir sind das so Situationen wie Gesangsauftritte. Der Witz ist, ich habe die gleichen Stress-Symptome (wenn man's denn so nennen darf) wie bei Nummer 1, aber der Blutzucker sinkt. 

3. Bestimmte Menschen

Manche Menschen lassen meinen Blutzucker ansteigen, die die mir eine Zeit lang Stress bereitet haben, anscheinend hab ich nur vom Sehen dieser Menschen Stress gehabt und mein Blutzucker stieg. Andere Menschen (meine beste Freundin oder mein Freund) haben so eine beruhigende Wirkung auf mich, dass mein Blutzucker sinkt :O (ständige Unterzucker)...

4. Krankheiten wie Grippe

Mein Arzt hat mir am Anfang erklärt, dass bei Infekten der Blutzucker steigt, komischerweise ist es bei mir genau andersrum. Als ich das letzte Mal Grippe hatte, hab ich Honigtoastbrote, Nudeln und Brezeln gegessen OHNE was zu spritzen. Das einzige was ich gespritzt hab war mein Basalinsulin und mein Blutzucker war im Normalbereich.

5. Shoppen

Bei einem ausgiebigen Shoppingtag mit meinen Besten, kann ich mal locker 7 BE einfach ohne spritzen essen. Ich meine, ja man bewegt sich ja, aber wir gehen ja nur, wir rennen nicht und am Anfang hat man ja auch kaum was schleppen... Naja, das ist dann immer eine 0,5 Liter Flasche Cola und ein kleines Mittagessen, auch gut! Also eigentlich sollten Diabetiker Geld zur Verfügung gestellt bekommen um jedes Wochenende shoppen gehen zu können, ist ja schließlich wie Sport für den Körper :D findet ihr nicht auch (besonders an die Frauen unter euch gerichtet ;))?


Habt ihr auch so Menschen die euren Blutzucker so verändern? Oder noch andere Situationen? 

Freitag, 13. Februar 2015

5 Arten von...

...Menschen die etwas mit Diabetikern zu tun haben


In letzter Zeit fiel es mir extrem auf, man kann die Diabetes-Angehörigen, Freunde oder auch nur Bekannte (oder auch den Typ F, wie Steff immer sagt ;)) sehr gut von einander unterscheiden in dem wie sie sich gegenüber einem Diabetiker verhalten...

1. Der 'Ich-weiß-alles-über-DEINE-Krankheit-und-weiß-schon-was-gut-für-dich-ist'

Das ist der Typ, der mir am "unsympathischsten" ist und ich glaube nicht nur mir. Diese Menschen sind meistens die von denen auch die Sätze kommen, wie: "Du bist im Unterzucker, los geh schnell spritzen!" oder "Für Diabetiker ist ein Unterzucker gefährlicher, also sollten sie darauf achten, dass der Zucker immer etwas höher ist!"... Mehr muss man dazu glaub ich nicht sagen...

2. Der 'Interessierte'

Ein eigentlich ganz netter Typ, sollten normalerweise auch Freunde und Familie darstellen. Bevor dieser Typ was sagt, fragt er erst und das find ich super :D! 

3. Der 'Desinteressierte-ist-mir-doch-egal-was-mit-dir-ist'

Genau das Gegenteil vom Interessierten, der Typ ist mir glücklicherweise noch nicht so oft begegnet :). Ich weiß zwar nicht warum die so sind, aber auf jeden Fall ignorieren die einen meistens, wenn man beispielsweise sagt: "Ich geh spritzen. Bin also kurz weg.". Oft geht dieser Typ auch in den 1. über. 

4. Der 'Ich-kann's-nicht-leiden-wenn-du-Aufmerksamkeit-bekommst'

Zum Beispiel: Ich sage: "Oh, ich bin im Unterzucker.", zu meinen Freundinnen und krame nach irgendetwas essbarem in meiner Schultasche, da kommt doch glatt immer eine Person: "Oh mein Gott, mir ist so schwindelig" oder "Mein Kopf tut so weh (und in 5 Minuten hab ich wieder was anderes, damit ich immer die Aufmerksamkeit bekomme)". Sobald irgendwer sagt, warte ich mach die den Traubenzucker auf kommt sowas...

5. Der 'Fürsorgliche-ich-mach-mir-Dauersorgen'

Manchmal kann man diese Menschen wirklich gut gebrauchen, wenn's einem mal nicht gut geht, aber andererseits sind sie fast ein bisschen anstrengend. Und unter Dauersorgen verstehe ich: Jeden-Tag-schreibe/spreche-ich-dich-an-und-sag-dir-ich-mach-mir-riesige-Sorgen-weil-dir-kann-ja-immer-was-passieren...


Welche Typen kennt ihr besonders gut? Oder kennt ihr noch weitere??
Welcher Typ nervt euch am meisten?

Samstag, 24. Januar 2015

10 Dinge, die...

...Diabetiker (von Nicht-Diabetikern) hassen!


Also erstmal, ich habe eeewig nicht mehr geschrieben... Das will ich wieder ändern, deshalb mache ich jetzt als meinen eigenen Ansporn eine kleine Reihe mit dem Namen "10 Dinge, die...". Total oft fallen mir Sachen ein und ich schreib sie nie auf :(. Ich hoffe ihr nehmt mir meine kleine Pause nicht übel und lest weiter fleißig meine neuen Einträge.

Jetzt aber zu den 10 Sätzen; vorab möchte ich noch sagen, einiges davon wissen Nicht-Diabetiker natürlich nicht, aber manchmal sagt man die Sachen 1000 Mal zu der gleichen Person und sie versteht es immer noch nicht :D.

1. "Hast du wohl zu viel Süßes gegessen?"


2. "Du bist ja gar nicht dick und hast Diabetes?!"


3. "Du bist im Unterzucker, jetzt musst du spritzen."


4. "Was kannst du eigentlich alles nicht essen?" "Ich kann alles essen, muss nur dafür spritzen." "Hä?     Aber Diabetiker dürfen doch nichts Süßes und so..."


5. "Eigentlich ist Diabetes doch nicht so schlimm, ich mein, mit Spritzen kann man ja leben : )"


6. Jetzt einen den meine Mama (die kein Diabetes, sondern nur ein Diabetes-Krankes Kind hat) hasst:    "...Hauptsache die Kinder sind gesund..."


7. "Diabetes ist ja nicht heilbar, jetzt bist du für immer krank."... Dieser Satz stimmt zwar und       mittlerweile macht er mir auch nichts mehr, aber am Anfang meines Diabetes, so die ersten 6 Monate, durfte man nicht in meiner Gegenwart davon sprechen und solche Sätze schon gar nicht in den Mund nehmen.


8. "DU BIST BEI 200? WÄRST DU NICHT SCHON JETZT IM KOMA?"


9. "Sport ist doch voll schlecht für dich..."


10. Oder vor allem bei Freunden ist es besonders schlimm, wenn sie nur Desinteresse zeigen... 


Also, falls das Nicht-Diabetiker lesen, jetzt wisst ihr es :D

Dienstag, 25. November 2014

CGM

CGM von Medtronic


Seit gestern darf ich das CGM (Kontinuierliches Glukosemonitoring) tragen, leider nicht dauerhaft, sondern nur um die "Geheimnisse" des Diabetes in meinem Körper zu lüften :). 
Auf jeden Fall bin ich begeistert von dem kleinen was jetzt per Sensor meine Gewebezuckerwerte an eine "Fernbedienung" mit Bildschirm übermittelt. 
Das CGM liefert mir alle 5 Minuten einen Glukosewert, die aber nicht genau den Blutzuckerwerten entsprechen, da das Gerät den Gewebezucker misst, der bis zu 25 Minuten den Blutzuckerwerten hinterher hängt ;). Es gibt die sogenannten Trendpfeile, die anzeigen, ob der Zucker jetzt steigt, gleichbleibt oder sinkt. Außerdem kann man sich Alarme stellen, z.B. soll mich mein CGM ab einem Unterzucker von 75 mg/dl warnen, dann fängt es an zu vibrieren oder in verschieden einstellbaren Lautstärken zu piepen. Was natürlich vor einer (schweren) Hypoglykämie schützt oder auch vor Hyperglykämien, aber die sind ja zum Glück spontan nicht so gefährlich :).
Ich muss das CGM alle 12 Stunden kalibrieren, damit es nicht ungenau misst bzw. überhaupt richtig messen kann, d.h. ich muss den Blutzuckerwert mit meinem normalen Blutzuckermessgerät messen und dann ins CGM eingeben.
Ich bin gespannt, was für Informationen mir das Messgerät noch liefern wird, aber ich halte euch auf dem laufenden.


Und, mit der Ernährung, ich kann nur sagen, es hat was gemacht. Ich konnte mein Basal von 14 auf 9 runter stufen und mein Dawn-Phenomen war weg. 'Leider' waren in letzter Zeit viele Geburtstage und da kann man einfach nicht verlangen, dass sie vegan und fettfrei kochen, deswegen wurde es wieder etwas schlechter. Und mit dem CGM werde ich mich jetzt wieder vegetarisch und mit Fett ernähren und dann wieder ohne, um meinem Arzt den Beweis liefern zu können, dass es was bringt ;)