Montag, 20. Oktober 2014

Anfängliche Ängste, die sich (fast) alle in Luft aufgelöst haben...

Ängste



Hallo, ich will euch heute etwas über meine Ängste erzählen, die ich, zum Glück, nicht mehr habe :-).
Als ich dann Dienstag, den 18.09.2012 im Krankenhaus war, ging das ganze Spektakel los, da kamen mir die ersten Gedanken: "Wie wird das mit der Schule? Da muss ich ja auch spritzen, oder? Mögen mich die anderen dann noch? Werde ich jetzt dick? Darf ich Sport machen? Darf ich noch alles essen, was ich will? Tut das weh? Was ist wenn die anderen mir den Traubenzucker klauen (so ist es bei einem Jungen aus meiner Parallelklasse gewesen)?  Kann ich daran sterben? Geht das irgendwann wieder weg? Will mich eigentlich noch irgendwann irgendwer heiraten?"...
Ja, solche komischen und heute für mich auch lustige Gedanken habe ich mir damals gemacht. Die Antworten darauf habe ich alle zu den unterschiedlichsten Zeitpunkten bekommen, zum Beispiel, in der Schule: Ja, ich muss auch dort spritzen, wegen Nachmittag, aber das war alles kein Problem, ich darf dazu auf die Toilette der Sekretärinnen gehen ;-) und mich mochten danach auch noch alle... Das war alles kein Problem! Ich erfuhr auch, dass ich "ganz normal" Sport machen kann und, dass ich nicht wegen dem Diabetes dick werde. Ich darf auch weiterhin alles essen, auch Süßigkeiten, wobei ich von denen eh nicht so ein Fan bin ;-). Mir wurde auch noch nie der Traubenzucker geklaut und außerdem, wenn so etwas passieren würde, haben Mitschüler oder Lehrer auch oft etwas dabei bzw. der Sanitätsdienst. Sterben? Naja, ich würde sagen nicht wirklich... Unterzucker sind zwar nicht zu unterschätzen, aber ich denke, wenn man sich Mühe gibt mit seinem Diabetes, dann hat man gute Chancen, dass so etwas schlimmes nicht passiert. Die Frage: Geht das wieder weg? Kann sich jeder selber beantworten, ich sage: "Gib niemals die Hoffnung auf! Ich glaube daran, dass ich einen Weg finden werde, meinem lieben Diabetes zu entkommen!". Heiraten? Man muss ja nicht gleich davon reden, aber man kann sich immer noch verlieben und wird auch noch geliebt :-)...
"Tut das (immer) weh?", das ist die Frage, die mich am meisten beschäftigte. Ja, am Anfang, man muss sich eben daran gewöhnen, aber es tut nicht sehr weh, es piekst eben ein bisschen. Nach ungefähr drei Monaten spürt man die Nadeln gar nicht mehr.

Also man sieht, bei so einer großen schlechten Nachricht, gibt es aber auch ganz viele kleine gute Nachrichten! Am Anfang ist es schwer, aber es wird besser und vielleicht konnte ich manchen Lesern die Ängste nehmen...

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