Freitag, 24. Oktober 2014

Schule und Diabetes

Lehrer & Diabetes


"Was ist jetzt mit dir schon wieder?", mault mich meine Sportlehrerin an... "Ich muss Blutzucker messen?!", antworte ich mit leichtem Unterton. Sie dreht sich um und schüttelt den Kopf. Ja, meine ehemalige Sportlehrerin hatte kein Mitgefühl und vergaß ständig, dass ich Diabetikerin bin bzw. sie verstand nicht, dass Diabetes und Sport eine ernste Sache sind und das als Sportlehrerin?! Hallo?! Dann kipp ich mal um und die sagt, sie weiß nichts davon oder was? Als ich das meiner Mutter erzählte, war sie genauso entsetzt wie ich und wir schrieben der Lehrerin eine E-Mail, in der wir ihr erklärten, was Diabetes genau ist und wie man damit umzugehen hat *natürlich immer freundlich bleiben ;-)*... 
Andere Lehrer (nicht für das Fach Sport) sind da viel besorgter, aufgeschlossener und informieren sich. Sie legen Traubenzucker in eine Schublade im Klassenzimmer und fragen regelmäßig nach, wie es mir geht.
Manchmal bevorzugen Lehrer einen sogar ein bisschen, naja, was heißt bevorzugen? Sie lächeln mir eben manchmal im Unterricht aufmunternd zu oder bei manchen habe ich auch das Gefühl, dass sie mir bessere Noten als vorher (also bevor sie es wussten) geben. Was ja ab und zu schon ein kleiner Vorteil sein kann ;-). 
Trotzdem finde ich, dass Lehrer mehr aufgeklärt werden sollten, egal um was es geht, welche Krankheit, ob Diabetes, Asthma oder Kreislaufprobleme, was auch immer... So etwas ist wichtig, ich habe mich in dem Jahr, in dem die Sportlehrerin sich überhaupt nicht auskannte, sehr unwohl gefühlt, ab und zu hatte ich sogar etwas Angst vor Sport, weil ich öfter angemault wurde, dass ich Pause während des Dauerlaufes machen musste und so keine Note davon gemacht werden konnte. Ist aber zum Glück nicht bei jedem so :-)...


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen